Who am I?

Ursprünglich plante ich als 10 Jähriger mit einem Freund zusammen die Welt zu erobern, im Wort-wörtlichen Sinne. Wir planten ein Dakisch-Griechisches Reich zu gründen, eigene Fußballvereine zu gründen, diverse Länder durch geschickte Diplomatie dazu zu zwingen unserem Reich beizutreten. Wir erstellten unzählige Skizzen, Zeichnungen und Pläne um dieses Reich ins Leben zu rufen. Es gab einen strikten Plan, dies alles Schritt für Schritt durchzuführen. Wie dem auch sei, irgendwann wurde die Welt doch etwas benebelt und nicht mehr so nüchtern. Nun gab es andere Dinge zu verrichten, etwa gemein zu sein, sich gegen das Systhem aufzulehnen, "I am a bad boy bitch". Dies führte unweigerlich zu anderen Schwierigkeiten. Mit der Zeit wird man reifer und man bemerkt, das fotografieren und malen an sich auch kein schlechter zeitvertreib sind. Nun habe ich also meine lehrreiche Vergangenheit hinter mich gelassen, habe mich auch vom Kampfsport verabschiedet, ebenso von den "Boys in the Hood". Nach meinen 30 verschiedenen Arbeitsstellen habe ich mich entschieden das meine 31. die letzte sein wird. Nebenbei möchte ich meine Werke hier präsentieren.

Make it, or break it!

Dienstag, 9. April 2013

Impressionen aus Stuttgart

Das spannende an diesem Tag (Ostermontag) war, dass ich beim Fotografieren eine tolle Überraschung erlebte. Ich war gerade mit dem fotografieren am Haigst, am Santiago de Chile Platz nahe der Weinsteige fertig. Ich ging gerade zu meinem Auto zurück. Da wurde ich von der gegenüberliegenden Straßenseite gerufen: "Entschuldigung bitte". Ich drehte mich um, vernahm erst mal parkende Autos. Dann sah ich einen schwarzen Kombi. Nur langsam realisierte ich, dass mich zwei Polizeibeamten anschauten. Ein Mann und eine Frau. Schnell bemerkte ich, dass sie es waren die mich gerufen hatten. Ich ging etwas wütend zu ihnen rüber. Es war am Nachmittags, Ostern, was würden sie von mir wollen? "Können sie uns sagen was sie da gerade gemacht haben"?
"Ich habe fotografiert".
"Was genau haben sie fotografiert"?
"Die Stadt, was sonst"?
"Können wir mal die Bilder sehen"?
"Natürlich".
Sie schauten sich ein paar meiner Bilder an. Dann erzählten sie mir, das in der Gegend in letzter Zeit vermehrt Einbrüche gemeldet wurden. "Was kann ich dafür"?
"Naja, es hätte ja sein können, das sie hier die Gegend auskundschaften".
Ich schaute auf meine schwarzen Lackschuhe herab, dunkelgraue Jeans, Dunkelgraue Winterjacke, nach hinten gegelte Haare. Sehen so Verbrecher aus?
"Können wir bitte ihren Ausweis sehen"?
"Natürlich könnt ihr das", dachte ich mir wärend ich meinen Personalausweis aushändigte.
Die Frau gab am Handy meine Daten durch. Der Mann stellte mir einige Fragen, was ich beruflich mache, wie lange ich schon fotografiere etc.
Nach wenigen Augenblicken kehrte die Frau zurück. "Gegen sie liegt was vor, wir würden sie dann jetzt mit zur Wache nehmen". Interessant, ich hatte nichts gemacht, was könnten die von mir wollen? Dann fiel es mir schlagartig ein. Der andere..... mein Namensvetter aus Dortmund, er hat den gleichen Vor und Nachnamen wie ich, sowie dasselbe Geburtstatum, alles identisch, bis auf meinen zweiten Vornamen und das ich im Ausland geboren bin. Dies erzählte ich nun den Beamten.
"Zu ihrer eigenen Sicherheit müssen wir sie mitnehmen, wir können im Revier die Fotos abgleichen".
"Prima Leute, müsst ihr mir unbedingt den Tag versauen? Na schön, was ist danach? Muss ich dann hierher zurücklaufen"?
"Wir werden sie zurück fahren".
Ich stieg also ein. Wir fuhren los. Komischerweise bogen wir nach rechts ab. Ich dachte wir würden ins Polizeirevier nach Degerloch fahren, da dies das nähenste war. Wir fuhren aber in die Stadtmitte. Mir war klar das wir in das Große Polizeirevier gegenüber der Altstadt fahren würden. Irgendwann viel mir aber auf das nicht auf dem richtigen Weg fahren. Wir fuhren nach Stuttgart West, am Feuersee vorbei? "Moment mal, wo gibts hier ein Polizeirevier? Wieso haben die keine Polizeihüte auf? Wieso ist dies ein zivieles Fahrzeug? Wieso höre ich kein Polizeifunk? Hat sie vorhin nicht mit einem Handy die Zentrale angerufen? Mit einem Handy", dachte ich mir während sich Panik in mir breit machte. Wer waren diese Leute, was hatten sie vor? Mich kidnappen? Foltern? Mich beklauen und töten wollen? Ein sehr sehr mulmiges Gefühl überkam mich. Dann hörte ich endlich den Polizeifunk. Wir bogen ein paar mal ab, dann waren wir in einem abgeschiedenen Polizeirevier in Stuttgart West. "Aha, hier gibt es also auch eins", dachte ich mir.
Wir stiegen aus, die Frau lief vor, ich in der Mitte, der Mann hinter mir. Wir waren im Büro der zwei Beamten. Die Frau ging weg um nach dem Foto zu schauen. Ich nahm Platz. Nach ca. 2 min. kam sie zurück. "Okay, sie sind es nicht", hieß es.
Ich wurde zurück gefahren. Während der fahrt stellte ich dem Beamten der neben mir saß einige Fragen. Wie es so ist als Polizist zu arbeiten, wie der Verdienst ist usw.
Wieder am Santiago de Chile Platz angekommen, stieg ich aus dem Auto aus, die Polizisten ebenfalls. Schon beim anhalten bemerkte ich einen großen Mann, mit dunklen Haaren und einer Space-Cowboy Brille. Ich konnte seine Augen nicht sehen, aber ich hatte den Eindruck das er schmunzelte. Ich stieg in meinem Auto ein. Fuhr ein paar Meter vor, wendete und fuhr zurück. Da sah ich die zwei Polizisten wie sie den Space-Cowboy befragten.
"Der nächste bitte", fiel mir ein als ich vor der Ampel stand und das Geschehen nun im Rückspiegel beobachtete.
Bild aus dem Jahr 2012. Als Motiv sieht man in der Mitte den Neckar in Stuttgart Wangen. Hier hatte ich auf der anderen Straßenseite gegenüber des großen Gebäudes mit der Bierflaschen-Reklame im Jahr 2011 meine glorreiche Ausbildung als Fachlagerist gemacht. Die Test zur Vorbereitung auf die Prüfung habe ich, wie alle anderen aus meiner Klasse abgeschrieben oder gegoogelt. Der Notendurchschnitt in unserer Klasse lag bei 1,5....Maschienen.....
Der Schwabentunnel in Stuttgart West. Dieser Tag war einer der erfolgreichsten Tage für mich was fotografieren angeht. Ich hatte viele tolle Motive fotografieren können, vor allem weil das Wetter optimal war.
Bild aus dem alten Schloß in Stuttgart-Mitte, wo das Landesmuseum Baden-Würrtembergs untergebracht ist. Dieses Bild musste ich sehr oft zurecht schneiden bevor es als Kalendermotiv angenommen wurde. Es war schief und wollte einfach nicht gerade werden.....
Der Schillerplatz nahe dem Schloßplatz. Bei diesem Bild musste ich nichts mehr bearbeiten, es war gerade, der Winkel ok, die Farben gefallen mir auch, ebenfalls die Spiegelungen in den Fenstern des Gebäudes, einzig die Mülltonnen und die Müllsäcke im Hintergrund stören mich. Es war halt Ostern. Jeder hat mal einen freien Tag verdient.
Eingang zum neuen Schloß am Schloßplatz. Leider war der Springbrunnen ausser Funktion. Kein Wunder, es war verdammt kalt an dem Tag. Nachdem ich ca. 1 Stunde fotografiert hatte konnte ich meine Hände kaum noch spüren, sie waren irgendwie erstarrt, als ich wieder in meinem Auto saß und warme Luft in das Auto strömte kribbelten meine Finger höllisch, sie taten richtig weh, ein sehr unangenehmer Schmerz....
Statue vor dem neuen Schloß. Sieht irgendwie sehr majestätisch aus, schön das die Sonne das dach des Schloßes und die Fahne darüber beleuchtet.
Reiterstandbild im Alten Schloß. Ich war mal in der dritten oder vierten Klasse hier um das Schloß zu besichtigen. Damals wusste ich wer der Reiter war, mittlerweile habe ich es vergessen, ich könnte es googeln, aber nicht jetzt.....
Ostflügel vom Schloß Hohenheim bei Stuttgart Plieningen. Die Anlage verfügt über einen riesigen botanischen Garten, der über Jahrunderte hinweg angesammelt wurde, im Sommer wirklich sehenswert.
Schloßplatz Ansicht in Richtung Königsbau. Dieser Springbrunnen funktioniert. Dieses Bild war ebenfalls schief. Ich musste es einige male nachbessern. Es wirkt kühl.
 Eines meiner Lieblingsbilder am kleinen Schloßplatz. Ich mag das viele Glas und die darin sich spiegelnden Licher. Futuristisch, Zeitgemäß.
Panorama Blick auf Stuttgart Mitte. Ja dies war das letzte Foto bevor ich Bekanntschaft mit den Grünen machte, die mittlerweile Blau sind. Zum Abschluß die Erklärung. Vor einigen Jahren wurde ich bei einer Polizeikontrolle gefragt ob ich schon mal in Dortmund war. Ich verneinte. Sie meinten sie werden das Prüfen. Weil falls doch, dann hätte ich ein echtes Problem. Ein Tag später bekam ich einen blauen Brief den ich in einer Postfiliale abholen musste. Darin wurde ich beschuldigt in Dortmund bei einem Überfall beteiligt gewesen zu sein. Ein Tag später kam noch so ein blauer Brief. In diesem wurde ich beschuldigt mehrmals in Dortmund mit der U-Bahn "schwarz" gefahren zu sein. Dummerweise war ich noch nie in Dortmund. Es handelte sich um eine Personenverwechslung. Unzählige Anrufe und Briefe mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht in Dortmund und Stuttgart folgten. Da ich ein aufälliges Auto fuhr und noch sehr jung war wurde ich oft angehalten. Sobald man meinen Personalausweis sah, zückte man die Waffen und meine Mitinsassen wurden gewarnt, das sie mit einem sehr gefährlichen Mann im Auto sassen. Dann holte ich einen Brief vom Amtsgericht Lünen, indem stand das ich nicht der gesuchte Mann bin, das es sich hierbei um eine Personenverwechslung handelt.