Who am I?

Ursprünglich plante ich als 10 Jähriger mit einem Freund zusammen die Welt zu erobern, im Wort-wörtlichen Sinne. Wir planten ein Dakisch-Griechisches Reich zu gründen, eigene Fußballvereine zu gründen, diverse Länder durch geschickte Diplomatie dazu zu zwingen unserem Reich beizutreten. Wir erstellten unzählige Skizzen, Zeichnungen und Pläne um dieses Reich ins Leben zu rufen. Es gab einen strikten Plan, dies alles Schritt für Schritt durchzuführen. Wie dem auch sei, irgendwann wurde die Welt doch etwas benebelt und nicht mehr so nüchtern. Nun gab es andere Dinge zu verrichten, etwa gemein zu sein, sich gegen das Systhem aufzulehnen, "I am a bad boy bitch". Dies führte unweigerlich zu anderen Schwierigkeiten. Mit der Zeit wird man reifer und man bemerkt, das fotografieren und malen an sich auch kein schlechter zeitvertreib sind. Nun habe ich also meine lehrreiche Vergangenheit hinter mich gelassen, habe mich auch vom Kampfsport verabschiedet, ebenso von den "Boys in the Hood". Nach meinen 30 verschiedenen Arbeitsstellen habe ich mich entschieden das meine 31. die letzte sein wird. Nebenbei möchte ich meine Werke hier präsentieren.

Make it, or break it!

Montag, 10. Juni 2019

Dunkle Gänge

Letztes Jahr war ich wie schon an einem vorherigen Post zu sehen auf der Burg Ruine in Bad Urach. Nachdem ich die Landschaft von der Burg aus fotografiert hatte und mit meiner Frau und unserer Tochter eine kleine Pause an einer Grillstelle innerhalb der Burg gemacht hatten beschlossen wir uns wieder auf den Heimweg zu machen. Unsere Tochter rannte die Treppen runter innerhalb der Burg. Ich kenne die Burg noch aus meiner Schulzeit und wenn ich mich recht entsinne lag unterhalb der Burg die Folterkammer. Also nichts wie rein in die Folterkammer.
Ich empfand die Räume die im schwachen Licht der Nachmittagssonne erhellte, als sehr anziehend, gleichzeitig aber auch irgenfwie unheimlich.
Alte Burgen haben immer was mysteriöses an sich, allgemein liebe ich alles Alte. Aus dem Grund weil alte Gebäude immer was erhabenes aufgrund ihres Alters haben. Man weiß nicht immer was sich darin abgespielt hat. Es sind alte Zeitzeugen. Wenn man sie betritt, dann kriegt man eine ungefähre Vorstellung davon wie die Menschen früher wohl gelebt haben mochten.

Deswegen habe ich die Bilder in den Räumen in schwarz-weiß gehalten, damit das mysteriöse was ich meine besser zu sehen ist, ich hoffe es ist mir gelungen :)
























Donnerstag, 6. Juni 2019

In den Karpaten- Transalpina

 Diese Bilder habe ich im Jahr 2017 in Rumänien gemacht, auf der Hochstraße Transalpina. Die Straße war früher als "Drumul Regal"- "Königsweg" bekannt. Sie verbindet Transsilvanien mit der kleinen Walachei. Sie ist die höchste Straße in Rumänien mit einer Höhe von 2132m an ihrer höchsten Stelle. Die Straße wurde 1939 gebaut, während des zweiten Weltkriegs ausgebaut. Anschließend wurde sie über Jahrzehnte vernachlässigt.
Erst zwischen den Jahren 2010- 2012 wurde sie neu asphaltiert.
Die Straße überquert das Parang Gebirge, einen Teil der Südkarpaten.
Sie führt vorbei an Stauseen, anfangs auch an kleineren Dörfern vorbei. Nach ca. 20km ist man in völliger Wildnis. Lange Zeit sieht man keine Siedlungen mehr, nur Serpentinen und Nadelbäume.
Kurz vor der Bergspitze die von der Straße überquert wird ist der weg sehr abenteuerlich.
Auf der Bergspitze angekommen gibt es einige Grillstände und Souvenirshops.
Die Straße wird häufig von Motorradfahrern benutzt, hauptsächlich Touristen.
Dies ist wie schon erwähnt die höchste Straße in Rumänien, allerdings nicht die spektakulärste.
Viel bekannter ist die "Transfagarasan" die in den 70er Jahren von den Kommunisten gebaut wurde. Die Transfagarasan führt durch die höchsten Berge Rumäniens. Dementsprechend sieht man da viel mehr Felsen und keine Vegetation mehr. Ich möchte seit ca. 10 Jahren unbedingt die Transfagarasan mal befahren, bis jetzt habe ich es aus Zeitgründen nicht geschafft. Zu der Straße gibt es viele Youtubevideos btw :)


Hier ein paar Impressionen von der Transalpina

 

















Mittwoch, 5. Juni 2019

Alba Iulia- Karlsburg- Gyulafehérvár

Alba Iulia ist die Kreisstadt des Landkreises Alba in Transsilvanien/Rumänien. Ich wurde in einer 15km entfernten Stadt geboren. Die Stadt Alba hat etwas mehr wie 60.000 Einwohner. Der Landkreis Alba ist ein eher dünn besiedelter Landkreis.
Nichts desto trotz ist die Stadt für die rumänische Geschichte eine wichtige Stadt.
Zunächst bauten die Römer hier 107 n.Chr. ein Castrum Namens Apulensis. Später entstand hier eine Siedlung Namens Apulum. Später wurde die Stadt während der Völkerwanderung zerstört.
Dann gründeten Slawen auf den Ruinen im 6 Jhr. n. Chr. eine Stadt Namens Balgrad ( weiße Burg ).
Als die Stadt von den Ungarn erobert wurde nannten sie die Stadt Fehervar ( Weißenburg ).
Später war sie für die Siebenbürger Sachsen als Weißenburg bekannt, auf rumänisch hieß sie Bălgrad.
Als Ungarn von den Osmanen erobert wurde, war Weißenburg von 1451-1690 die Hauptstadt Siebenbürgens.
Im Jahre 1599 wurde sie von dem rumänischen Fürsten Mihai Viteazul erobert, als dieser alle rumänischen Fürstentümer kurzzeitig vereingen konnte. Die formale Vereinigung wurde in Weißenburg getätigt.
Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt von den Osmanen zerstört und anschließend von kaiserlichen Truppen Karls des VI besetzt. Seitdem war die Stadt für Deutschstämmige als Karlsbug bekannt.
Im Jahr 1918 nach dem zweiten Weltkrieg wurde in der Stadt die rumänische Nationalversammlung abgehalten und die Vereinigung Transsilvaniens mit Rumänien ausgerufen.
"Alb" bedeutet auf rumänisch "weiß". Dementsprechend heißt die Stadt heute auf Deutsch übersetzt
"Die weiße Julia".


Seitenstraße im Stadtzentrum von Alba Iulia.


Im inneren der 7 Eckigen Festung die von den Habsburgern erbaut wurde. Im Hintergrund befinden sich Ausgrabungen römischer Ruinen.


Blick auf die römischen Ruinen, im Hintergrund die Mauern der Habsburger Festung.


Im inneren der Burg wurden die Anführer des rumänischen Bauernaufstandes im Jahr 1784 gefoltert und gehängt.



Eingang zur Folterkammer.



Die Folterkammer.


Denkmal für den rumänischen Fürsten Mihai Viteazul- "Michael der Tapfere".


Die Festung verfügt über drei Eingänge. Diese Skulpturen zieren das innerste Tor.



Blick in das innere der Festung. Dahinter Wohnblocks außerhalb der Festung.


Überall im inneren der Festung befinden sich Skulpturen aus Metall.


Kampfszene zwischen dakischen Kriegern und römischen Legionären.


Moderne, auf Glas gemalte Interpretation des Castrum Apulensis.


Mauern der Festung in der Nähe des Eingangs zur Festung.

 
 Gebäude innerhalb der Festung.






Innerhalb der Festung befindet sich auch eine Orthodoxe Kirche.



Gegenüber der Rumänisch-Orthodoxen Kirche befindet sich die Römisch-Katholische Kirche der Ungarn.